Omega3

Öl des Lebens.


Bei uns im Studio ist heute wieder Dr. Schmiedel, und wir sprechen heute über das Öl des Lebens, Omega3.

(Sendung vom 20.08.2018)

Omega3 Fettsäuren sind essentiell, also lebensnotwendig für uns und wir brauchen sie für sehr viele Funktionen. Z.B. wirken sie entzündungshemmend, d.h. sie schützen vor allen Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, Asthma, Neurodermitis sie wirken auch Blutdruck senkend, d.h. sie haben auch einen Schutz für die Gefässe und sie wirken vor allem auch Nerven stabilisierend, d.h. wir können sie bei allen psychischen und bei allen neurologischen Erkrankungen präventiv und therapeutisch einsetzen.

Es wirkt eigentlich fast überall. Interessanterweise gibt es eine Indikation, wo es nicht wirkt, wo die meisten Leute aber denken, es würde wirken, nämlich gerade das schlechte LDL Cholesterin wird leider nicht durch Omega3 gesenkt. Ich würde es aber trotzdem bei Fettstoffwechselstörungen einsetzen, denn das gute HDL Cholesterin wird angehoben, und die Triglyceride, also die eigentlichen Blutfette werden durch Omega3 Fettsäuren auch gesenkt, der Fettstoffwechsel wird also auch positiv beeinflusst.

Die meisten kommen vermutlich mit 2 Gramm reinen Omega3 Fettsäuren also 2 Gramm EPA und DHA, den einzelnen Fettsäuren, aus. Das entspricht allerdings einer ganzen Menge. Das entspricht etwa 15 normalen Fischölkapseln, das entspricht etwa 6 – 7 grossen Fischölkapseln oder aufkonzentrierten Fischölkapseln oder einem Esslöffel Fischöl oder einem Teelöffel Algen Öl. Das sind also die Mengen, die man wirklich braucht, um Wirkungen erzielen zu können. Mit 1, 2, 3 Fischölkapseln kann man in der Regel nicht viel erreichen.

Da Omega3 eine essentielle Fettsäure ist, also lebensnotwendig ist, brauchen wir das eigentlich immer. Wir brauchen das von Anbeginn des Lebens an. Ich sage immer, ab minus 9 Monate können wir Omega3 Fettsäuren einnehmen. D.h. die schwangere, die werdende Mutter, sollte eigentlich schon Omega3 für das Kind einnehmen. Kleine Kinder dürfen es bereits im Möhrenbrei einnehmen, also ein paar Tröpfchen und Kleinkinder dürfen dann auch Bonbons nehmen, Jellies gibt es mittlerweile mit Omega3 und die Erwachsenen können dann wiederum Öl in das Essen oder in das Müsli tun.

Ja, das ist mittlerweile sogar gut erforscht. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Studien, die belegen, dass Kinder, die gut mit Omega3 Fettsäuren ausgestattet sind, deutlich weniger ADHS Beschwerden haben oder erkrankte bessern sich in ihren Beschwerden oder, wenn Ritalin eingenommen wird, oder eine andere dieser Substanzen, dann wissen wir, dass diese Substanzen besser wirken, wenn Omega3 dazu genommen wird.

Wenn man wirklich gut versorgt sein möchte, kommt man da nicht darum herum, weil in den von dir angesprochenen Lebensmitteln, dem sogenannten «functional food», sind mengenmässig viel zu wenig Omega3 Fettsäuren drin und da ist dann meistens auch das Leinöl drin, also die pflanzliche Omega3 Fettsäure, die nicht schlecht ist, aber die alleine nicht die Wirkung der Fischfettsäuren hat.

Das funktioniert von der Menge und von der Qualität her nicht. Wir sind schon auf die Omega3 Fettsäuren aus den maritimen Quellen angewiesen. Es gibt in den Supermärkten auch Fischölkapseln, die ja sehr günstig sind.

Sie brauchen im Prinzip eine Laboruntersuchung. Allerdings muss man da nicht entsprechende Präparate in ein kommerzielles Labor einsenden, sondern wir haben ja unser eigenes Labor dabei. Jeder hat eine Nase, jeder hat einen Mund.

Ich rate meinen Patienten immer, sie mögen doch bitte mal eine Kapsel aufbeissen. Wenn diese Kapsel dann wirklich sehr unangenehm nach Fisch schmeckt und riecht, richtig tranig, richtig ranzig, dann wissen wir, dieses Öl ist verdorben, das darf auch gar keinen Fall genommen werden. Ein richtig gutes, frisches Fischöl schmeckt fast nicht nach Fisch. Wir können also die Qualität selber erkennen.

Omega3 bei LINDAREN