Vitamin D ist kein Vitamin, sondern ein Hormon (Teil 3)

Der internationale Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Karl J. Neeser klärt auf, wieviel Vitamin D Sie benötigen

Falls Sie Ihren Vitamin D Spiegel von einem unabhängigen Labor kostenlos testen lassen wollen,
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Ja, das ist ein Problem, denn wir haben bei uns ungefähr sechs Monate, in denen wir durch die Sonne praktisch kein Vitamin D mehr aufnehmen können. Primär sollte man vielleicht regelmässig den Vitamin D Spiegel kontrollieren lassen. Die Werte, die wir mindestens haben sollten, sind ungefähr 50 Nanogramm/Milliliter oder 125 Nanomol/Liter. Das sind die beiden Werte, die man eigentlich aufweisen sollte. Im Winter ist dies effektiv ein Problem. Natürlich gibt es Supplementierung, das sind ölige Vitamin D Tropfen, die man nehmen kann.

Dies hängt von der Dosierung ab. In der Regel werden viel zu tiefe Dosierungen empfohlen. Ich würde sagen, dass für Kinder vielleicht so drei bis vier Mal in der Woche 500 Einheiten der öligen Tropfen ideal ist. In einem Tropfen hat es in der Regel ungefähr 500 Einheiten. Bei Erwachsenen würde ich höher gehen, mindestens 1000, 2000 oder bei älteren Personen sogar 3000 Einheiten. Denn je älter man ist, desto schlechter ist die Aufnahme im Darm.

Das ist eigentlich schwierig. Es gibt ja Personen, die einmal in der Woche vielleicht 20’000 Einheiten nehmen. Es gibt andere, die 100’000 nehmen. Für Überdosierungen müsste man gewaltige Dosierungen nehmen.

Das ist eine sehr gute Frage. Ich kann aber nicht eine ganz präzise Antwort geben. Vitamin K2 arbeitet tatsächlich mit dem Vitamin D zusammen. Das K2 wird von Bakterien im Darm gebildet, was bei jemandem, der Medikamente einnehmen muss, zu Problemen führen kann. Denn dies kann das Vitamin K2 komplett blockieren. Jüngere Personen brauchen das in der Regel nicht, bei älteren Personen, so ab 50 Jahren, ist K2 zusätzlich sicherlich sinnvoll. Was auch Sinn macht ist Magnesium, denn Magnesium hilft das inaktive Vitamin D in das aktive Vitamin D umzubauen. Zusätzlich, wieder bei Personen so ab 50, würde ich eventuell Zink empfehlen. Zink erhöht die Effizienz der Vitamin D Rezeptoren, wodurch das Vitamin D besser vom Gewebe oder vom entsprechenden Gen aufgenommen wird.

In der Forschung hat man gesehen, dass Vitamin D eigentlich vor allen chronischen, nicht übertragbaren Krankheiten, wie Krebserkrankungen, Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten und sogar neurodegenerative Erkrankungen schützt. Wo es sehr wirksam ist meiner Ansicht nach, und das ist ein Tipp, ist die Diabetes Erkrankung, denn Vitamin D senkt auf jeden Fall den Blutzucker. Es senkt auch den Blutdruck und das Cholesterin, was bei Herz-Kreislauf-Krankheiten hilft. Wobei man da jedoch etwas aufpassen muss. Ich bin nicht ganz sicher, ob die Supplementierung von Vitamin D dieselbe Wirkung punkto Herz-Kreislauf-Krankheiten hat wie die Sonne.

Also das ist ganz einfach: das Wichtigste ist die Sonne: Man sollte, so oft es nur geht, an die Sonne. Kurze, regelmässige Aufenthalte an der Sonne. Das ist die beste Strategie, um einen genügenden Vitamin D Spiegel im Blut zu erreichen, der uns dann vor praktisch allen chronischen und nicht übertragbaren Krankheiten schützt. Dieser Vitamin D Spiegel ist auch für unser Immunsystem wichtig. Die Sonne kann man einfach nicht ersetzen.

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