Wo und wie wird Spagyrik produziert?


 Michael Böhlen, lässt uns tief einblicken in die geheimnisvolle Welt der Spagyrik. (Sendung vom 01.12.2019)

Die Spagyrik Produktions AG stellt diese Essenzen für Heidak seit 2004 hier in Burgdorf her.

Wir beziehen 80% unserer Pflanzen frisch direkt von unserem Anbauer hier in Oberburg, 7 km entfernt von der Produktion.

Wir haben hier interessante Sachen auf dem Tisch, die du uns mitgebracht hast. Kannst du uns erklären, was wir hier haben?

Neben den 80% Frischpflanzen, die wir verarbeiten, haben wir auch 20% Trockendrogen. Das sind vor allem nicht heimische Pflanzen, nicht Schweiz endemische Pflanzen, wie die Taiga Wurzel oder Vanille. Dieses Vanille beziehen wir direkt von einem mexikanischen Anbauer. Weitere Beispiele haben wir hier aus der Produktion.
Wir haben einen mehrstufigen Prozess, der mit der Dekomposition von Pflanzen beginnt. Diese werden direkt im Element Wasser geschnitten. Da geben wir Gärhefe dazu, um die Gärung, die wir möchten, zu initiieren. Nach Abschluss der Gärung werden die Pflanzen einer Wasserdampfdestillation unterzogen, das heisst das Gärgut wird manuell in unsere Destillationskessel eingefüllt, wo sie sorgfältig bei etwa sechs bis acht Liter pro Stunde destilliert werden. Den ganzen Rückstand, der die Pflanzenkörper repräsentiert, gewinnen wir anschliessend durch Trocknung und Verbrennung wieder zurück. Wir haben hier zum Beispiel die Rohasche, wie sie nach der Verbrennung aussieht. Anschliessend wir das Ganze vollständig kalziniert. Hier sehen wir, dass keine schwarze Farbe mehr ersichtlich ist. Es sind also nur noch die reinen Mineralien.
Zu diesem Zeitpunkt haben wir die Pflanzen vollständig auseinandergenommen, das heisst wir haben Seele und Geist der Pflanze, die flüchtigen Komponenten der Pflanze, im Destillat und chemisch vor allem auch die ätherischen Öle, also der ganze Geruch z.B. ist dort drinnen. Dann haben wir haben den Körper der Pflanze, die ganzen mineralischen Aspekte, im Kalzinat.

Wir stellen die spagyrischen Essenzen nach dem Arzneibuch her. Das Arzneibuch lässt aber einen gewissen Spielraum offen. Die Firma Spagyrik Produktions AG hat eine zwanzigjährige Erfahrung in der Herstellung der Spagyrik, und wir haben die Herstellung eigentlich immer so auf ein Inhaltsstoffmaximum spezialisiert oder weiterentwickelt. Die Heilpflanzen werden immer von Beginn weg direkt im Element Wasser geschnitten. Das heisst wir haben weniger Oxydation an der Schnittfläche der Pflanzen. Wir nehmen die Inhaltsstoffe immer direkt im Element Wasser auf. Auch beim mineralischen Anteil sind wir so weit gegangen, dass wir versuchen, den ganzen Rückstand ins Produkt mitzunehmen. Wir gewinnen nicht nur die festen Rückstände aus der Destillation wieder zurück, sondern wir verwenden auch die flüssigen, die wir zuerst eindicken, so dass wir wirklich das Maximum aus der Pflanze herausholen können.

Die Spagyrik ist, wie schon erwähnt, auch ein feinstoffliches Verfahren. Das heisst, es ist nicht immer nur mit Inhaltsstoffen möglich. Was wir machen können, ist bei den Ausgangsstoffen darauf achten, dass wir dort die bestmögliche Qualität haben. Wir prüfen dort alles Inhaltsstoffliche gemäss den Vorschriften der Arzneibücher. Wir haben vor allem auch eine genaue optische Kontrolle auf fremde Bestandteile und für eine sorgfältige Ernte der Pflanzen. Wir achten auch immer speziell darauf, dass wir einen sehr engen Kontakt zu unseren Anbauern haben und dass wir zusammen mit ihnen darauf achten, dass sie die richtigen Pflanzen richtig anbauen. Wir unterstützen sie dort, wo sie Unterstützung brauchen. Auch bei den Fertigprodukten haben wir unsere Prüfungen, die wir durchführen, vor allem auch im Bereich Reinheit, auf den Geruch zum Beispiel und die Farbe der Essenz. Natürlich auch die klassischen Sachen wie relative Dichte, pH-Wert, die regelmässig überprüft werden, so dass wir jederzeit zu jeder Charge die Qualität sicherstellen und über die Jahre immer etwa gleich halten können.